Presse News

|

Pressemeldungen aus Deutschland

 |  Montag, 26. Juni 2017

neues deutschland: Berliner LINKE: Hauptstadt-SPD hat noch viel mit sich selbst zu tun

Berlin Die Doppelspitze der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus bewertet die Zusammenarbeit der neuen rot-rot-grünen Senatskoalition als anspruchsvoll, aber auf dem Weg zum besseren Regieren. „Es ist zu spüren, dass die Sozialdemokraten noch sehr viel mit sich selbst zu tun haben nach ihrem für sie niederschmetternden Wahlergebnis“, sagte Linksfraktionschef Udo Wolf im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Samstagausgabe). Das strahle aus auf die beiden Koalitionspartner und mache die Zusammenarbeit stellenweise schwierig. „Aber das Auf und Ab des Anfangs hat auch ein gewisses Erschrecken ausgelöst und die Feststellung; so können wir keine fünf Jahre lang zusammenarbeiten.“ Die Co-Vorsitzende Carola Bluhm fügte im Interview hinzu: „Vertrauen müssen wir uns in jeder Sachfrage immer wieder neu erarbeiten. Aber es gibt auch schon gemeinsame Erfolge. Der Umstand, dass Sozialsenatorin Elke Breitenbach (LINKE) und Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) den Freizug der Turnhallen und eine vernünftige Flüchtlingsunterbringung auf den Weg gebracht haben, ist sozusagen das Gegenmodell zu dem, was die alte Koalition aus SPD und CDU gemacht hat, nämlich dass die verschiedenen Ressorts miteinander arbeiten, statt gegeneinander. Hier zeigt sich schon der neue Stil, woanders müssen wir ihn erst noch entwickeln.“ Die Linksfraktion startete am Freitag in eine Klausur in Leipzig. Dabei soll es unter anderem um Ideen für mehr Partizipation und um die Bekämpfung der Kinderarmut gehen. Als Gast zum Thema Kinderarmut wird Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) erwartet.

neues deutschland Redaktion

Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell