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 |  Montag, 26. Juni 2017

Rheinische Post: Regierung rechnet mit Nettozuwanderung von 300.000 Menschen jährlich

Düsseldorf Die Bundesregierung sieht angesichts der stärkeren Migration und der gestiegenen Geburtenrate gute Chancen, die aktuelle Bevölkerungszahl bis ins Jahr 2060 stabil zu halten. „Aus bevölkerungswissenschaftlicher Sicht erscheint auch eine höhere dauerhafte Zuwanderung von 300.000 möglich“, heißt es nach Angaben der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe) in der neuen demografiepolitischen Bilanz, die das Kabinett an diesem Mittwoch beschließen will. Anders als in den noch vor der veränderten Migrationsentwicklung angestellten Prognosen geht die Bundesregierung nun nicht mehr von einem Sinken der Bevölkerungszahl von derzeit 82 auf 73 oder gar 67 Millionen aus. Unter den veränderten Bedingungen könne „die Einwohnerzahl in Deutschland bis 2060 ungefähr auf dem heutigen Stand stabil bleiben“, lautet die Voraussage. Zu einer ernüchternden Bilanz kommt die Regierung bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. „Nach den vorliegenden Erfahrungen wird dies nicht einfach sein und länger dauern als zunächst vielfach erhofft“, lautet die Regierungserkenntnis. Die Erfolge würden „erst mittel- bis langfristig sichtbar“.

Rheinische Post Redaktion

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