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 |  Mittwoch, 28. Juni 2017

Rheinische Post: Rewe-Chef sorgt sich vor Amazon und setzt auf Digitaloffensive

Düsseldorf Rewe-Chef Alain Caparros macht die Konkurrenz durch Amazon Sorgen. „Wir müssten uns warm anziehen gegen Amazon Fresh“, sagte Caparros der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Ich bekomme schon Bauchschmerzen bei dem Gedanken, dass Amazon von den Menschen als bester Einzelhändler wahrgenommen wird.“

Caparros setzt auf eine Digitaloffensive: „Das digitale Geschäft muss und wird wachsen. Bis 2020 wollen wir unseren Online-Umsatz auf etwa 800 Millionen Euro steigern. Wenn wir da nicht investieren, werden wir irgendwann von Amazon abgehängt. Wir müssen die Verzahnung des stationären Handels mit dem Online-Geschäft hinbekommen.“ Was Amazon dagegen noch lernen müsse, sei der Handel über alle Kanäle. „Der reine Online-Verkauf funktioniert nicht im Lebensmittelhandel. Wenn man nur auf digital macht, verliert man die Lebensmittel-Stammkundschaft.“

Trotz der Einigung mit Edeka und Tengelmann lehnt Caparros das Instrument der Ministererlaubnis weiter ab: „Im Fall Kaiser’s war sie ein königliches Geschenk von Sigmar Gabriel. Um es klar zu sagen: Ich bin gegen die Ministererlaubnis, zumal auf der Basis des Arbeitsplatz-Argumentes. Am Ende ist es der Markt, der über den Erhalt von Arbeitsplätzen entscheiden muss, nicht der Wirtschaftsminister.“

Rheinische Post Redaktion

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