Artikel mit ‘Deutschland’ getagged

Ausgeschlandet

Mittwoch, 07. Juli 2010

Tja, das war es dann wohl mit dem vierten Stern für Deutschland ; )

Immerhin blieb die Vision bis eben erhalten. Aber nun wissen wir es besser – bei den nächsten Fussballwetten richte ich mich lieber nach dem Tintenfisch.

bröckelnde Prinzipien

Montag, 14. Juni 2010

Also irgendwie bröckeln seit dem gestrigen Fussballspiel so meine Prinzipien hinsichtlich der Mannschaft, die es zu unterstützen gilt. All die Jahre und Jahrzehnte verwandt ich darauf immer gegen die Deutsche Mannschaft zu sein und dem Gegner viele Tore zu wünschen. Doch gestern war ich dann doch erstaunt, dass auch eine deutsche Mannschaft  mich begeistern kann ;)

Und das ganz ohne Ballack! Um ehrlich zu sein, vermisst habe ich ihn nicht. Womit ich sicher nicht mal alleine bin. Jedenfalls ist das der eindeutige Tenor in meinem Umfeld. Vielleicht war es auch ganz gut, ein Wink des Schicksals, dass er nicht an der WM teilnehmen konnte. Vielleicht die Chance für die Nationalmannschaft zu zeigen welch Potential sie hat – und das ohne einen Leitwolf oder eine Hauptfigur die all das Medieninteresse auf sich zieht.

Wenn das so weitergeht werde ich am Ende noch patriotisch. Aber warten wir es einfach mal ab und ich sollte vielleicht nicht gleich übertreiben ;-) Patriotismus und Fussball sind dann doch immer noch zwei Welten.

Rechtsstaat

Freitag, 05. Februar 2010

Ich glaubte ja, naiv wie ich so bin, wir würden hier in einem Rechtsstaat leben. Aber seit man da oben in der Regierung Steuerhinterzieher-Daten auf dubiosen Datenträgern für relativ wenig Geld von ebensolch dubiosen Absendern aufkauft, in der Hoffnung die klammen Staatskassen aufmöbeln zu können, kommt mir ehrlich gesagt das große Kotzen.

In was für einer Bananenrepublik leben wir mittlerweile? Wenn es Steuerschlupflöcher gibt soll man sie schließen – wenn es Steuerhinterzieher gibt soll man sie ermitteln und verfolgen. Aber doch nicht so, nicht mit diesen Mitteln.

Wie glaubwürdig bleibt ein Staat, der sich als Rechtsstaat herausputzt und hinten heraus dubiose Praktiken verwendet um sein “Recht” durchzusetzen. Sorry, da fehlt es mir wirklich am Verständnis.

Bleibt zu hoffen, dass derartige Praktiken von unserem Rechtsstaat auch intern verfolgt werden – vor allem dass die Verantwortlichen “Politiker” für solche Entscheidungen zur Rechenschaft gezogen werden. Noch lange heiligt nicht jeder Zweck die Mittel.

Rechtsfreier Raum

Dienstag, 23. Juni 2009

Das Internet – rechtsfreier Raum, unendliche Ungerechtigkeit und Anarchie. Wir befinden uns im Jahr 2009 und die CDU/CSU dringt in Sphären vor, die noch nie zuvor ein Politiker betreten oder gesehen hat .. *Musik*

Phantastisch, mit welcher Energie Dinge vorangebracht werden die dem Volke nicht wirklich helfen seine Arbeitslosigkeit, die damit einhergehenden sozialen Probleme und Mißstände zu beseitigen. Stattdessen drückt man lobbyverliebt ein Gesetz nach dem anderen raus – Grundgesetze und Bürgerinteressen sind irrelevant, der Rubel - äh, Verzeihung, Euro - muß rollen.

Traurig, wohin dieses Land, ehemals eine Demokratie, trudelt.

Der rechtsfreie Raum Internet, der keiner ist, nie einer war und zudem nie einer sein wird, mutiert hier zum Fliegenfänger für die ganzen technikfeindlichen Dinosaurier in unserer Gesellschaft, die Veränderung scheuen oder nicht wahrhaben wollen. Im Grunde haben wir es hier doch schon mit einem Konflikt der Generationen zu tun. Und je älter die Menschen werden umso schwieriger wird es alle in den immer schneller werdenden Lauf des Geschehens zu involvieren. Daß nun die Content-Industrie hinsichtlich des Urheberrechts auf den Plan treten würde, war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Unsere Lobbyvertreter nahmen sich dessen natürlich umgehend an und versprechen Abhilfe.

Manchmal frage ich mich, wieso man all dies so langsam aber sicher über sich ergehen läßt was zwangsläufig zur Folgerung führt, daß man es im Zweifel wohl nicht besser verdient hat. Irgendwo liegt es doch bei jedem selbst aufzustehen und gegen all das vorzugehen. Also packen wirs an.

Tage zur Diktatur

Donnerstag, 15. Januar 2009

Nach den neuesten Entwicklungen bei Netzüberwachung ist es sicherlich nur eine Frage der Zeit bis wir uns irgendwann wieder in einer Diktatur befinden wie wir es in Deutschland bereits erlebt haben. Einigen von uns ist diese Erfahrung noch bewußt, vielen mag sie einen Schauer über den Rücken jagen. Doch diese schleichende Entwicklung geht zumeist an der Mehrzahl der Menschen vorbei die andere Probleme haben als ihre eigene Überwachung für die sie und wir alle fleißig Steuergelder zahlen.

Uns stehen interessante Zeiten bevor und der Zeitpunkt das Netz zu “verlassen” rückt kontinuierlich näher.

Hier einige Links zur Thematik ..

Wir sind Deutschland – Staatsterrorismus für Fortgeschrittene

Samstag, 28. Juni 2008

Es ist Samstag Abend, man liest die News und stellt fest, daß unsere Regierung weiterhin fleißig dabei ist, die Grundrechte jedes einzelnen weiter und weiter zu unterwandern bzw. durch unsinnige Argumentation – Terrorismus, Gefahrenabwehr – auszuhebeln versucht.

Erneut kommen wieder Kennzeichenerfassung zur Gefahrenabwehr, erweitere Befugnisse für das BKA, Briefverkehr-, Internet- und visuelle Wohnraumüberwachung zur Sprache. Dicht gefolgt von der heilbringenden Online-Durchsuchung durch den sogenannten Bundestrojaner. All das und noch viel mehr sieht das neue BKA-Gesetz vor, das die Damen und Herren in der sogenannten Regierung dringend durchboxen wollen. Ich denke, daß morgen, Sonntag so gegen 20:44 Uhr der ideale Zeitpunkt für solch eine Aktion wäre. Vollste Zustimmung und keinerlei Gegenstimmen dürfte das Resultat sein, denn man will ja den Anstoß zum EM-Finale nicht verpassen – Panem et circenses – dem Volk geben, was des Volkes Wille ist. Trügerische und totale Sicherheit, Brot und besagte Spiele!

Der Fußball bringt die Menschen zusammen, sogar auf die Straße. Der Verfall der Grundrechte jedoch nicht. Zu gering ist aber auch das öffentliche Interesse und die Meinung zu diesen Themen. Das Benzin wird immerhin teurer, da kann man die eigenen Grundrechte schonmal in die Tonne treten – ist ja auch ziemlich nebensächlich. Denn zu verbergen hat ja eh keiner was. Wenn damit etwas gegen den allgegenwärtigen, brutalen, menschenverachtenden und vor allem islamistischen Terrorismus getan werden kann, dann ist es nur richtig! Die Regierung dient doch dem Volke, die werden schon wissen, was das Beste für uns ist ..

Der Deutsche Michel lernt nicht – nicht mal aus seiner eigenen Geschichte. Schade.

Wer Ironie oder Sarkasmus findet, dürfte ihn gerne behalten oder an der nächsten Polizeidienststelle in Gewahrsam geben. Vielen Dank für Ihre Kooperation – ihr freundliches Vaterland.

Das Wahlvolk im Sinne Roman Herzogs

Donnerstag, 06. März 2008

Roman Herzog spricht sich also für ein neues Wahlrecht aus, soso. Das ist ja ne tolle Idee. Wenn die “regulären” Parteien es nicht mehr bringen bzw. die Stimmen abwandern, muß ein neues Wahlrecht her. Es ist ja auch so schwierig mit mehr als 2 Parteien zu regieren, geschweige denn einen Konsens zu finden. Und wenn es dann gar mehr als zwei regierende Parteien gäbe – eine wahre Gefahrenlage tut sich auf ;)

Die Frage, warum es eine Stimmenwanderung, einen Wandel oder auch Ruck in der Bevölkerung gibt, scheint nicht zu interessieren. Womöglich liegt dies ja sogar an der Politik – ach nein, wie konnte mir so etwas nur in den Sinn kommen. Die Politik irrt ja nie und ist unfehlbar – das Volk ist folglich der wahre Übeltäter. Es verhindert durch seine Wankelmütigkeit jedwede regierungsfähige Mehrheit. Das Volk erzwingt im Grunde sogar potentielle Koalitionen, es fördert den Mehrparteienstaat und das vermutlich noch mit Absicht! Systhematisch vernichtet es, das Volk, die  – wie er zu sagen pflegte – “fast idyllischen Verhältnisse” in diesem Land,  was letztenendes dem Grundgesetz und dem Geist der Republik Schaden zufügen wird. Wo kommen wir denn da hin wenn das Schule macht!

Ein neues Wahlrecht mit der Möglichkeit auch mal Notverordnungen erlassen zu können, ist da doch gleich viel spannender. Mit letzteren haben wir in Deutschland ja schon immer gute Erfahrungen gemacht, warum nicht zum zweiten Mal. Das würden einigen Politikern sogar ziemlich gut in den Kram passen – mal eben einen Notstand auszurufen und entsprechende Gesetze zu veranlassen – feuchte Träume würden wahr werden.

In meinen Augen ist Herr Herzog er ein ergrauter Altpräsident, der durch solche Äußerungen seine letzten Sympathiepunkte nicht nur bei mir verspielt hat. Ich hatte bislang eine recht hohe Meinung über diesen Mann, aber diese muß ich nun doch revidieren – schade.

Aber so ist das wohl in der Politik, man lernt ja nie aus.