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 |  Montag, 26. Juni 2017

Verrat oder verantwortungsvoll? – So stehen wir Deutschen zum Whistleblowing (AUDIO)

Spätestens seit Edward Snowden der heute (21.Juni) übrigens seinen 34. Geburtstag feiert ist Whistleblowing für viele ein Begriff. Whistleblowing, also das Offenlegen von Missständen gibt es aber nicht nur in so großem Stil wie beim US-Geheimdienst NSA. Auch in Unternehmen kann das vorkommen. Zum Beispiel wenn der Chef Software einsetzt, für die er gar keine Lizenzen hat. Aber wer macht sowas und wer ist unter welchen Umständen bereit, seinen Arbeitgeber an Außenstehende zu melden? Der Branchenverband der Software Hersteller BSA wollte das mithilfe einer Studie herausfinden. Helke Michael hat für uns die Ergebnisse.

Sprecherin: Über das Thema Whistleblowing lässt sich streiten. Doch auch, wenn man dabei erstmal an Verrat denken mag, ist es durchaus verantwortungsvoll, den eigenen Arbeitgeber bei Missständen anzuzeigen, sagt BSA-Sprecher Michael Höppner.

O-Ton 1 (Michael Höppner, 12 Sek.): „Versteckte Missstände schaden oft den Kollegen oder sie gefährden das ganze Unternehmen und spätestens, wenn die Umwelt oder Kunden und Verbraucher betroffen werden, muss man die Verantwortung gegenüber dem Arbeitgeber kritisch hinterfragen.“

Sprecherin: Und so sieht es laut der Umfrage auch der Großteil der Deutschen. Fast zwei Drittel der Befragten sind bereit, unethisches Verhalten oder illegales Handeln am Arbeitsplatz publik zu machen. Etwa die Hälfte möchte dabei lieber anonym bleiben. Ein zusätzlicher Anreiz ist hingegen nur selten nötig.

O-Ton 2 (Michael Höppner, 19 Sek.): „Die wenigsten, nämlich gerade mal jeder Sechste, wollen etwas dafür. Für die überwältigende Mehrheit von 72 Prozent spielt eine Belohnung überhaupt keine Rolle. Vor allem bei älteren Mitarbeitern ist das deutlich zu sehen: Sie achten sehr stark darauf, was moralisch richtig ist, und sind viel weniger durch eine Belohnung zu motivieren als jüngere.“

Sprecherin: Das wiederum beschert vielen Chefs einige schlaflose Nächte. Vierzig Prozent haben Angst vor Whistleblowern unter ihren Mitarbeitern, …

O-Ton 3 (Michael Höppner, 19 Sek.): „…wobei es meistens um unlizensierte Sofware geht. Und jeder vierte Vorgesetzte weiß, dass in seinem Unternehmen nicht alle nötigen Lizenzen vorhanden sind, was bei den Entwicklern natürlich einen erheblichen Schaden verursacht. Es kann auch die Gefahr von IT-Ausfällen erhöhen und Datendiebstahl Tür und Tor öffnen, wenn Updates oder Wartung deswegen nicht ordentlich ausgeführt werden können.“

Sprecherin: Das sind natürlich nur einige Gründe, die für das Whistleblowing sprechen. Je nach Missstand gibt es übrigens sehr unterschiedliche Anlaufstellen.

O-Ton 4 (Michael Höppner, 20 Sek.): „Bei unlizensierter Software wenden Sie sich am besten an den Branchenverband der Software Hersteller, die BSA. Entweder übers Internet unter nopiracy.org. Oder Sie rufen einfach an unter Null Achttausend fünf mal die Neun einmal die Zwei. Diese Hotline ist natürlich kostenfrei und Ihren Namen müssen Sie auch nicht angeben, wenn Sie nicht wollen.“

Falls Ihnen das jetzt zu schnell ging, hier noch mal die Telefonnunmmer: Hinweise zu Software-Lizenzverstößen Ihres Arbeitgebers können Sie kostenfrei unter 08000-999 992 melden. Oder Sie erledigen das ganz einfach im Netz auf nopiracy.org.

vibrio. Kommunikationsmanagement Dr. Kausch GmbH Michael Höppner PR-Berater / PR Consultant Phone: 089 32151-848
E-Mail: michael.hoeppner@vibrio.de