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 |  Sonntag, 30. April 2017

Weser-Kurier: Über Sport und Natur schreibt Justus Randt:

Bremen Nicht gerade klassisch, der Nutzungskonflikt, der im Naturpark Steinhuder Meer zu eskalieren droht: Kitesurfer, für die eine markierte Zone auf Niedersachsens größtem See reserviert ist, machen Front gegen den Naturpark-Ranger, der im hoheitlichen Auftrag der Region Hannover für die Einhaltung der Regeln sorgt. Der Vorwurf, er habe mindestens einen Lenkdrachensurfer mit seinem Motorboot absichtlich in Gefahr gebracht, bleibt unbelegt. Ein bisschen riecht es nach Kampagne, was da vor sich geht. Offenbar soll der Eindruck erweckt werden, die rot-grüne Landesregierung habe etwas gegen die Kiter. Eigentlich aber geht es um etwas ganz anderes. Die Sportler wollen mehr Platz auf dem See. Das räumt ein kitesurfender Kommunalpolitiker ein, und Parteifreunde aus der FDP-Landtagsfraktion nehmen sich der Sache an. Es ist nicht der erste Vorstoß. Vergangenes Jahr erst sind die Liberalen mit dem Versuch gescheitert, auch Niedersachsens zweitgrößten See, den Dümmer, fürs Kiten freizugeben. Die Kitesurfer wollen sich mit anderen gleich behandelt fühlen und suchen geradezu den Konflikt. Ihn auf dem Rücken des Naturpark-Rangers auszutragen, ist ziemlich unsportlich.

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