Wollt ihr die Totalüberwachung? – Jaaaaaaaaaaa
Der Tag rückt näher an dem unsere sogenannten Volksvertreter endlich ernst machen und uns alle wie Legehennen allzeit überwachen und ausspionieren können – zu unserer Sicherheit versteht sich. Unsere weichgespülte Presse verherrlicht, verschweigt oder beschönigt am Ende gar noch das was uns allen blüht, wenn man in EU zu sehr die Zügel entgleiten läßt und die JA-Sager in diesem Lande kriegen sowieso nicht mit was gespielt wird …
Da kamen also einige EU-Innenminister, die sogenannte Future Group – klingt wie Cpt. Future, ist aber viel perverser – zu einer gemeinsamen Auffassung, daß man dieses – wieso eigentlich noch – freilebende Wahlvieh unbedingt und lückenlos überwachen müsse. Dazu arbeite man nun an einem glorreichen 5-Jahres-Plan für die Justiz-, Innen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union. Das mit “digitaler Tsunami” und bis 2014 umzusetzende Projekt trägt einen wie ich finde sehr passenden Namen.
Möge die EU an ihrem digitalem Tsunami elendig verrecken!
Denn, schaut man sich an was hinter den Türen geplant wird und was Statewatch an die Öffentlichkeit gebracht hat, kann einem nur noch übel werden. Hier wird über den totalen Verlust von Privatsphäre, der Abschaffung richterlicher Anordnungen und die komplette Aufösung des Datenschutzes unverblümt diskutiert. Unsere Volksvertreter mutieren kurzerhand zu Volksverrätern – vermutlich ist wieder mal einiges an Geld im Spiel, von Macht ganz zu schweigen.
Vor allem dies würde diese Datensammelwut mit sich bringen – Macht. Und in einer solchen Dimension, daß sich das Individuum in keinster Weise mehr zu schützen vermag. Unliebsames Volk wird einfach digital liquidiert. Mußte man früher Hand an die Person anlegen, so kann man dies heute mit einigen wenigen Fehlinformationen erledigen. Persönliche Profile, finanzielle Belange, Onlinebewegungen, alles läßt sich manipulieren und ist vor keinerlei Zugriff mehr sicher. Eine Prüfung und Überwachung derartiger Vorgänge ist gar nicht mehr in den Griff zu kriegen, wenn die Büchse der Pandora erst einmal geöffnet worden ist – Tür und Tor stehen zur gezielten Manipulation offen. Wenn die Hausbank kein Geld mehr auszahlt weil “irgendwas” mit dem Konto nicht stimmt, die Karte einzieht und kurzerhand den Vertrag kündigt, man demzufolge aus der Wohnung fliegt, seinen Job auf Grund wilder Beschuldigungen verliert, man nicht mal mehr Lebensmittel einkaufen kann (wovon auch) … dann geht es an die eigene Existenz, dann ist man quasi liquidiert. Denn wer hört schon auf einen “Penner” von der Straße. Und das sind die ganz offensichtlichen Dinge – der Phantasie sind hier für denjenigen der die Manipulationen vornommt, keine Grenzen mehr gesetzt.
Sicherlich bedingt dies alles die Vernetzung sovieler Systeme wie möglich, aber daran wird bereits gearbeitet. Dies ist lediglich eine Frage der Zeit. Dank persönlicher Steuernummer, Krankenkassenidentifikationskarte mit womöglich bald zentral abrufbarer Krankenakte – die Möglichkeiten sind vielfältig. Datenberge wecken Begehrlichkeiten.
Endlich hat die selbsternannte Elite in der EU also einen Weg gefunden all die feuchten Träume wahr zu machen die sich am Horizont abzeichnen. Nichts wird mehr sein wie zuvor – wir sind alle der politischen Willkür ausgesetzt. Außer wir handeln!
Der Punkt an dem wir die von unseren Steuern bezahlten und so sehr geliebten Sessel-Warmhalter aus dem Amt jagen werden, ist nicht mehr weit. Die Chance sollten wir nutzen, denn vielleicht ist es 2014 schon zu spät. Noch sitzen wir am längeren Hebel, wir sind das Volk. Noch sind wir kein einfaches und ersetzbares Wahlvieh, noch haben wir individuelle und damit für die Damen und Herren da oben gefährliche Gedanken. Diese sollten wir nicht aufgeben, um keinen Preis. Lieber protestierend oder gar kämpfend untergehen als von diesem Polit-Mob gegängelt und in Angst als Käfigvieh gehalten zu werden, das nur ab und zu seine Stimme abgeben darf (sofern es noch Wahlen geben sollte in naher Zukunft). Wenn es dem Volk bis zum Hals steht, sind geeignete Lösungen auch schonmal radikaler Natur, das zeigte uns bislang die Geschichte.
Es wird sich zeigen wohin die EU sich bewegt. Die Zeichen stehen im wahrsten Sinne des Wortes auf Sturm. Eine Warnung gab es nicht bzw. nur so leise, daß die wenigsten sie mitbekommen. Bleibt die abschließende Frage in welche Richtung der Wind weht – dem Bürger wie so oft ins Gesicht oder aber den Damen und Herrn Abgeordneten in den Rücken. Doch Obacht, liebe Obrigkeit, auch andere Dinge können sich von hinten an den Rücken nähern, manche bleiben sogar stecken …
Dunkle Wolken am Horizont.
Anbei einige interessante Links:
- Bericht “The Shape of Things to Come” von Statewatch
- Statewatch Webseite
- EU-Pressemitteilung zur Future Group
- Link zu daten-speicherung.de
- Link zu Vorratsdatenspeicherung.de
Tags: digitaler Tsunami, EU Agenda zur Sicherheitslage, EU-Politiker, Politiker, Totalüberwachung, Tsunami